Heinrich-Kromer-Schule



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Kidpower

 

Das Kidpowerprojekt dient der Gewaltprävention und Entwicklung von Selbstschutzfähigkeiten für Kinder im Grundschulalter.

 

Es wird an unserer Schule jeweils gegen Ende des zweiten Schuljahres mit allen Kindern durchgeführt.

Kidpower

Wie können wir Kinder vor Gewalt und Missbrauch schützen ohne sie zu ängstigen?

 

Kidpower gibt Antworten auf diese Fragen. Mit Hilfe des Programms entwickeln Kinder durch altersangemessene, spielerische Übungen wirkungsvolle Selbstschutzfähigkeiten. Sie lernen Sicherheitsregeln, eindeutige Körpersprache und Möglichkeiten sich gegen ungewollten Körperkontakt zu wehren und sich aus potenziell gefährlichen Situationen zu entfernen.

 

Potentielle Gefahrensituationen können sein: Bedrohungen, Provokationen. Prügeleien, Erpressungen, Raubüberfälle, sexualisierte Gewalt. Sie können sowohl  von anderen Kindern oder Jugendlichen ausgehen als auch von erwachsenen Personen.

 

Kidpower vermittelt Kindern Selbstvertrauen in den Bereichen Gefühlswelt, Körperlichkeit und Gefahrensituationen. Ziel ist es, dass Kinder ihre Stärken benutzen, ihre Fähigkeiten und ihr Selbstvertrauen weiterentwickeln, Selbstschutzfähigkeiten (Körper, Sprache) üben und Handlungskompetenz entwickeln, d.h. gefährliche Situationen frühzeitig erkennen und dadurch verhindern.

 

Kidpower vermittelt Kindern einige Grundregeln, die sowohl für den öffentlichen Raum als auch für den sozialen Nahraum, wie Schule und Familie anwendbar sind.

 

  • Aufmerksamkeit für die Umwelt und Wahrnehmen der Situation, d.h. Kinder lernen ihre Körpersprache in Bezug auf Wachsamkeit und Sicherheit zu überprüfen

  • Sicherheitsabstand halten, d.h. Kinder sollen lernen den Abstand zu bestimmen, so dass sie sich wohl fühlen

  • Im Notfall richtig reagieren, d.h. Kinder lernen, wie sie sich in bedrohlichen Situationen verhalten sollen. Bei Gefahr sollen sie nicht ziellos weglaufen, sondern dahin, wo ein Erwachsener ist, der ihnen helfen kann.

  • Kinder lernen, dass sie auch Erwachsenen gegenüber „nein“ sagen dürfen. Dies gilt sowohl für Fremde, aber auch für Verwandte und Bekannte. Sie sind nicht verpflichtet, mit Fremden zu reden oder Auskünfte über sich zu geben. Dafür ist es aber wichtig, dass sie wissen, wer ein Fremder ist. Gegenüber Verwandten und Bekannten lernen sie ihre „innere“ Grenze klarzumachen, durch Hände, Körper und Stimme, wenn diese überschritten wird.

  • Kinder lernen mit schlechten Gefühlen umzugehen, d.h. mit Beleidigungen und Beschimpfungen. Dabei sollen sie auch beachten, dass sie die Gefühle von Anderen nicht verletzen.

  • Kinder lernen solange von Ereignissen zu erzählen, bis ein verantwortlicher Erwachsener zuhört und das Kind Hilfe bekommt.

 

(Kidpower ist eine Non-Profit-Organisation, die aus den USA kommt.)